Johannes Maria Fischer
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Journalist + Buchautor



... und manchmal platzt der Kragen. Bodo Ramelow - eine Biografie

Afghanistan beschäftigt die Medien derzeit stärker noch als die Coronapandemie. In der Biografie "...und manchmal platzt der Kragen" gibt es ein spannendes Kapitel zu einem durchaus verwandten Kriegs- und Krisen-Thema - . ,Es ist schon ein wenig herbstlich, Ramelow steht in einem Bahnhof an den Gleisen. Er hat Tränen in den Augen und spricht in ein Megafon: "Ehrlich gesagt, das ist der schönste Tag meines Lebens.' ... Es ist der Beginn der Flüchtlingskrise." Der Satz lud zu vielen Missverständnissen und üblen Beschimpfungen ein. Wie er zustande kam, wird in dem Buch beschrieben. Dabei spielt auch ein Wettstreit mit Rechtsextremisten eine Rolle: Wer ist zuerst am Zug, mit dem die ersten Flüchtlinge eintreffen.

Zum Thema Rechtsextremismus handelt unter anderem das Kapitel "Im Visier der Neonazis". Hier ein Tonausschnitt:



NEWSLETTER

Zu diesem und anderen Projekten aus dem Bereich des literarischen Journalismus gibt es einen Newsletter, der in den kommenden Tagen mit seiner ersten Nummer herauskommt. Der Newsletter ist kostenfrei und erzählt in deutscher Sprache kurze Geschichten rund ums Thema, unter anderem Making-of-Geschichten aus "...und manchmal platzt der Kragen". Dabei kommen viele Menschen und Leser*innen zu Wort, die aktiv oder als Rezipient*in an diesem und anderen Projekten aus dem Bereich des literarischen Journalismus beteiligt sind. Hier geht es zur Anmeldung.












Biografie und Geschichte

Die Widersprüchlichkeit der Welt und ihre Vielfalt spiegelt sich in den Worten und Taten von Menschen und manchmal in den Worten und Taten eines einzelnen Menschen wider. Insbesondere dann, wenn dieser Mensch einer ist, der sich nicht so einfach in eine Schublade stecken lässt. Diese Biografie spiegelt über ein halbes Jahrhundert deutsche Geschichte, insbesondere die dreißig Jahre seit der Wiedervereinigung, in einer Person voller Ecken, Kanten und Abschürfungen – in der Person von Bodo ­Ramelow.

Hintergrund

Einmal angenommen, Geschichte lässt sich nicht erkennen als eine lineare Folge von Ereignissen, die einem übergeordneten Zweck dienen, der sich im Nachhinein in feinster Logik präsentieren ließe.

Einmal angenommen, Geschichte wird wahrgenommen als ein Mosaik, in dem die Teile oft nicht zusammenpassen wollen.

Einmal angenommen, dass sich eine derart wahrgenommene Historie als ein multiperspektivisches Bild darstellen ließe, dass subjektives Erleben mit politischen und sozialen Mustern in all seiner Widersprüchlichkeit und Zufälligkeit verbindet.

Das Bild

Wie würde dieses Bild aussehen? Das Projekt zeichnet ein halbes Jahrhundert deutsch-deutsche Geschichte nach. Im Mittelpunkt steht die Biografie eines Menschen, der von den Umständen der Zeit getrieben wurde und selbst getrieben hat und noch immer aktiv treibt. Dieser reale, nicht fiktive Mensch ist ein Spiegel, selbst nicht frei von Rissen, der eine diskontinuierliche Realität spiegelt. Eine Biografie, die die Jahrzehnte vor und nach der Jahrtausendwende in einer Art dokumentiert, die alles andere als eindeutig ist.

Das Buch ist seit Juli 2021 im Handel. Es erschien im Verlag edition überland, einem jungen und unverbrauchten Verlag in Leipzig.

ISBN: 978-3-948049-14-0
26,00 € inkl. MwSt.

LESEPROBE


Journalismus für Onlinemedien und Tageszeitungen

Seit 1991 schreibe ich für zahlreiche Medien im deutschsprachigen Raum. Verantwortlich bin ich für mehrere tausend Artikel aus eigener Feder und im Sinne des Presserechts für abertausende Artikel von Kolleg*innen. Neben der klassischen Nachrichtenarbeit (Berichte, Interviews, Meinungsbeiträge) hege ich eine Vorliebe für erzählerische Genre wie Reportagen, Porträts und Feuilletons.



Lumpenlese

Notizen über Typen und Verhaltensmuster, die normalerweise verdammt sind, unsichtbar zu bleiben - Beobachtungen, die durch die Maschen des Bedeutsamen schlüpfen und manchmal einfach nur unbeachtet wie Lumpen in einer Ecke liegen.

Der Begriff "Lumpenlese" ist eine Leihe von Walter Benjamin, der über den Feuilletonisten Siegfried Kracauer schrieb: "Einen Lumpensammler frühe im Morgengrauen, der mit seinem Stock die Redelumpen und Sprachfetzen aufsticht."

Weil ich häufiger gefragt werde: Damit erklärt sich dann auch meine Mailadresse jmf@lumpenlese.de

Hier geht es zu den Miniaturen der Lumpenlese.



Seminar

Seminarangebot zur Herstellung journalistischer und literarischer Inhalte Online/Print online oder in Präsenz an einem idyllischen Ort an der Mosel.

- Journalistische Genre
- Literarischer Journalismus/Reportage
- Recherche
- Herstellungsprozess im Verlag

Das Seminar ist praxisbezogen und setzt stark auf die Beteiligung der Interessierten. Erarbeitete Inhalte werden individuell und im direkten Gespräch ausgewertet.

 


 
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