Website des Journalisten Johannes M. Fischer
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Literarischer Journalismus


An dieser Stelle veröffentliche ich Notizen über Typen und Verhaltensmuster, die normalerweise verdammt sind, unsichtbar zu bleiben. Es ist ein bisschen Resterampe, weil es sich um Beobachtungen handelt, die durch die Maschen des Bedeutsamen schlüpfen. Eine Lese von Lumpen, die in der Welt der Mikrofone und Scheinwerfer unbeobachtet bleiben. Auch wenn es etwas respektlos erscheint, so habe ich mir dennoch erlaubt, mich ein ganz klein wenig an großartige Beobachter und literarische Vorbilder wie den Lumpensammler Siegfried Kracauer (so Walter Benjamin über den Feuilletonisten), Elias Canetti (Ohrenzeuge) und Theophrast (Charaktere) anzulehnen. Entstanden sind die kleinen Fingerübungen immer dann, wenn irgendwo etwas Zeit und Muse auftauchte: Auf Kaimauern,  Parkbänken, Gärten, Straßenbahnen und natürlich in Cafés. 


#4: Mein Freund Gregor

















Hat Gregor resigniert? Nein. Er wirkt nur so.

Oder er hat, merkt es aber nicht. Oder will es nicht wissen. Oder weiß es, verbirgt es aber.

Ein bisschen, ein kleines bisschen hat er schon. Die ihm gut sind, spüren diese leichte Selbstaufgabe. Sie kommt im Gewand der Gleichgültigkeit daher, eine unangestrengte Coolness, ja, vielleicht sogar Abgeklärtheit.

Wer ihm weniger gut ist, verschubladet ihn als ein bisschen dumm oder gefühlskalt. Hier ist Einspruch dringend geboten! Gregor ist klug und sehr empathisch. Er inhaliert die Gefühle anderer Menschen.

Dieses Bild hat sich mir eingeprägt: Wie er am Kai stand und die Fähre in der Ferne schwinden sah. Er blickte ihr nach und doch an ihr vorbei. War es Melancholie? Ein innerer Abschied, als zöge mit der Fähre seine Liebste für immer davon?

Nein, es war anders. Wohltuend sinnentleert. Er zog an seiner Zigarette als atme er Freiheit. Tatsächlich atmete er das Nichts. Ein transzendentaler Moment.

Gregor spricht nicht viel, selbst wenn er etwas zu sagen hätte. Es lohnt sich nicht. Konversation endet immer an einem toten Punkt.

Wäre Gregor noch mal jung, wäre er genauso alt wie jetzt auch. Er ist immer Mitte 40 bis Mitte 50. Seine Mimik beschränkt sich auf wenige Ausdrücke, die überdies etwas trocken wirken. Wenn er lächelt, möchte man weinen. Aber er probiert es immerhin, weil er gehört hat, dass ein Lächeln anderen gut tut. Ein kleines Geschenk an die Menschheit.

Gregor ist ein kompatibles Einzelgängerformat, das beliebig viele Paarungen eingehen könnte, wenn es sich ergeben würde. Tatsächlich ergibt es sich eher selten, aber sehr viel häufiger als man meinen möchte. Wenn es sich ergibt, verliert er sich nicht, weil ihm in früheren Jahren zu oft das Herz gebrochen wurde. Das ist zum Glück vernarbt.

Nicht, dass Gregor nicht lieben könnte. Aber weil er sowieso nicht die bekommt, die er liebt, muss er sich auch nicht sonderlich anstrengen. Er nimmt einfach die, die ihn liebt, oder die ihn aus praktischen Gründen erwählt, weil er passabel aussieht, halbwegs gutes Geld verdient, eigentlich sehr nett ist und der Mieter aus der Nachbarwohnung ist. Dann kann man ja auch gleich zusammen in Urlaub fahren.

Gregor lebt in der unvollendeten Vergangenheit. Er HAT geliebt und trägt es immer noch ein wenig mit sich herum. Er HAT gute Ideen gehabt, aber sie wurden ihm gestohlen. Er HAT die Welt verstanden, aber jetzt will er nichts mehr von ihr wissen. Sie HAT leider ihren Glanz verloren.

Eine Sache aber ist vollendet: Er HATTE seine Momente. Die sind definitiv vorbei. Darauf ruht Oskars Glaubenssatz, der einfacher ist als die Dreifaltigkeit: Es ist vorbei und kommt nie wieder.

Gregor ist kein Misanthrop und weiß sehr wohl, wie sich die Welt genießen lässt. Wenn er in Stimmung ist, geht er gut essen und trinkt ein bisschen mehr als sonst.

Zweimal hat er sich schon mit dem Gedanken beschäftigt, vegan zu werden. Aber es war nur so ein Gedanke und seiner Umgebung geschuldet, die sich veganisiert.

Dreimal hat er durchgespielt, wie es wäre, sich das Leben zu nehmen. Aber auch das regte ihn nicht sonderlich auf. Also ließ er es.

Gregor braucht keine Bestätigung von anderen Menschen. Er ist halbwegs zufrieden mit sich, und wenn er es doch mal nicht ist, schiebt er die Unzufriedenheit einfach beiseite. Wen interessiert es schon wie ich bin und auf andere wirke? Mich nicht.

Er macht sich keine großen Gedanken über sein Äußeres, hinterlässt aber stets einen ordentlichen Eindruck. Er hätte gerne etwas mehr Freude am Leben, aber nicht zu viel, weil zu viel davon ihren Preis hat. Er will nicht mehr zahlen.

Ich bin nicht Gregor. Aber es könnte sein, dass er in meinem Inneren eine Abstellkammer bewohnt und mich warnt: Werde nicht so! Anzeichen einer Gregorisierung bekämpfe ich augenblicklich und mit aller Macht. 

15.09.2018


#3: Die Trauerklößin
















Selbst wenn sie in einem reichen Land leben würde, wäre die Trauerklößin arm dran. Hinter der Fassade des heiteren Lebens und des kecken Lächelns verbirgt sich ein tiefer Brunnenschacht, in das die Trauerklößin für Stunden, manchmal sogar mehrere Tage versinkt.

Es gibt mindestens genauso viele Trauerklöße wie Klößinnen. Das Trauerkloßentum ist nicht geschlechtsgebunden. Es existiert in allen erdenklichen Formen. Mal ist es die begrenzte Auswahl an Gewürzen, was ihr den Atem nimmt. Mal sind es die Erwartungen des Kochs, die sich so gar nicht mit den ihren decken wollen. Immer ist es eine Art von Freiheitsbeschränkung.

Die Trauerklößin ist auch dann einsam, wenn sie in Gesellschaft ist. Die sie allerdings meidet, wenn es wieder so weit ist. Dass es „so weit“ ist, kann zu jeder Stunde, jeder Tages- und jeder Jahreszeit eintreten. Es gibt allerdings individuell unterschiedliche Auslöser, denen die Trauerklößin gerne aus dem Weg gehen würde, aber nicht kann.

Dass sie zeitweise in düsteren Brunnenlöchern lebt, bedeutet nicht, dass jede Trauerklößin über kurz oder lang verloren ist, jedenfalls nicht mehr oder weniger als jede(r) andere auch. Manchmal ist es einfach nur das Auf und Ab des Lebens, dass die Empfindsamen unter den Klößen - Trauerklöße sind immer sehr empfindsam - stärker spüren. Bei den Hochs ist das ein lebenslustiges Vergnügen, die Tiefs hingegen bergen eine gewisse Gefahr. Man weiß ja nie, ob man wirklich wieder raus kommt…

Generell ist es verboten, humorvoll über das Trauerkloßentum zu schreiben und zu sprechen. Die Kommunikation über diesen wiederkehrenden Seelenzustand erfolgt in der Regel gar nicht oder stark formalistisch, etwa in der Wissenschafts- oder Medizinersprache. Manchmal aber auch gefühlsbetont, etwa wenn es sich um einen Blog handelt. Da das Trauerkloßentum mit Leid verbunden ist, verbieten sich ironisierende Darstellungen, es sei denn die Betroffene schreibt über sich selbst.

Nicht jeder erkennt eine Trauernde. In der Regel erkennen sich Trauerklöße aber untereinander am Blick. Schreibende Trauerbeobachter schreiben nicht gerne über das Thema. Es lässt sich auch nicht wirklich gut vermarkten, schon gar nicht, wenn das Trauerkloßentum im tiefen Schacht und ohne glücklichen Ausgang endet.

Das Sprechen über sich selbst verbietet sich also eigentlich, das weiß sie nur zu gut. Wer seelische Düsternis artikuliert, schafft in der Regel Verwirrung. Gute Laune verwandelt sich in betroffenes Schweigen, die Party ist dann vorbei. Wer ein rauschendes Fest feiern möchte, sollte die Trauerklöße herausfiltern und nicht einladen. Sie können zwar in guten Stunden glänzende Stimmung verbreiten, wenn es aber mal wieder so weit ist, ziehen sie ihre Umgebung abwärts.

Sollte sich einem eine Trauerklößin eröffnen, ist es in der Regel besser, keinen Rat zu geben. Oft reicht ihr schon ein offenes Ohr. Oder noch besser: Einfach in Ruhe lassen. Das lindert den dumpfen Schmerz.

Nicht jedertrauerklößins Sache sind Trostsprüche. So wie: „Aber ALLES im Leben geht vorüber, und das gilt auch für diese schwierigen Zeiten.“

„Das wird schon wieder.“

„Wer nie scheitert, entwickelt sich nicht und kann auch nicht glücklich werden, denn ihm fehlt die Erfahrung der eigenen Stärke.

Du meine Güte!

Aber der eine oder andere Kloßtrost kann dann doch helfen. Zumindest kurzfristig. Es ist ja gut gemeint. Dennoch ist Vorsicht geboten: Lebensweisheiten sind geeignet, das dunkle Loch weiter zu vergrößern.

Der Schwärze voraus gehen häufig Verluste. Oder Erinnerungen daran. Vertraute Freundinnen und Freunde sowie enge Verwandte wissen manchmal sogar davon. Aber die abgrundtiefe Schwärze lässt sich kaum nachempfinden. Deshalb schwebt jede Trauerklößin in ihrer eigenen Seelenbrühe.

Befindet sie sich im Tief, darf sie hoffen: Aufhellung kommt mitunter schon nach wenigen Stunden oder mit dem nächsten Tag, wenn neue Herausforderungen auftauchen. In der Arbeit geht sie dann auf. Das ist wie ein Brett, mit dem sie das schwarze Brunnenloch einfach überdeckt. Gelingt das nicht, ist es, als ob die Trauerklößin in diesem tiefen, dunklen Brunnen stecken bleibt und absolut keinen Ausweg mehr sieht.

Es wäre naiv, zu glauben, man selbst habe keinen solche Brunnen vor der Tür. Es ist aber besser, er findet Dich nicht.

Warnung an alle Kinder: Dieser Lexikoneintrag zur Lumpenlese gehört zu den Traurigsten aller Einträge. Es wäre vielleicht besser gewesen, ihn nicht zu lesen. Der nächste wird wieder besser.

06.09.2018

 

#2: Die Lebensheischende














Auf der Landkarte der Sinus-Milieus wird die Lebensheischende vorwiegend im Klecks der Hedonisten verortet, aber Vorsicht: Auch der Erlebnismensch schleppt schwere Gedanken mit sich herum, die mitunter noch dunkler sind als die Denkwolken professoraler Nihilisten. Im Gegensatz zu diesem benutzt die Lebensheischende aber vorzugsweise schön gemustertes Geschenkpapier in fröhlichen Farben, in welches sie sorgfältig das Leben einwickelt. IHR Leben: Denn es gibt nur dieses eine.

Traurige Schriftsteller lieben diesen Typ: Sie wickeln das Leben der Diesseitsgewandten aus wie ein Geschenk der Inspiration und schreiben dicke Romane darüber, als hätten sie diesen Menschen tatsächlich kennen oder lieben gelernt. In der Leichtigkeit der Lebensheischenden erkennen sie ihre eigene Größe und ihr historisches Gewicht.

Das Epizentrum der Lebensbejahung befindet sich am Glühweinstand unterm Riesenrad des Weihnachtsmarktes. Wo auch immer Menschen sich zu einem Knäuel verbinden und vielfältige Geräusche und Gerüche austauschen, möchte sie sein und gute Laune empfangen und versprühen. Das Leben ist eine große Party, und das Motto dazu hat sie sich unter die Haut tätowiert: Man lebt nur einmal. Deshalb: Lebe den Moment. Weil: Das Leben ist zu kurz für irgendwann. Summa summarum: Liebe, lebe, lache. Für stillere Stunden: Hör auf dein Herz. Im epischer Breite: Tu was du liebst, lebe den Moment, glaube an dich, sei du selbst.

Bevorzugte Stellen der Tätowierungen auf dem Körpergelände sind Oberarm, Schulter und Fußknöchel. Waden, Po und Oberarme sind für diesen Typ nicht tabu, aber weniger attraktiv.

Die Welt der Lebensheischenden erscheint hell und lustig. Was kaum einer sieht, ist das flimmernde Ende der inhalierten Lichterstrahlen, die in trauriger Unerfülltheit verglühen. Doch wäre die Lebensheischende nicht die Lebensheischende, würde sie es dem Autor dieser Zeilen nicht verbieten, das tränengetränkte Verschmieren der Schminke zu verschweigen.

Fröhlich sein! Und zu diesem Zustand gehört die Vorbereitungsphase zuhause. „Bitte, schreiben Sie doch davon!“

Zu den bevorzugten Vorbereitungsinstrumenten gehören der Kühlschrank, wo der prickelnde Prosecco lächelnd wartet, der Spiegel, der die Verwandlung eines funktionstüchtigen Menschen in sein lebensumarmendes Gegenbild dokumentiert, und das Smartphone, über das die gesamte Logistik abgewickelt wird (Verabredungen, Tickets, Aufbau von Vorfreude durch Austausch von Emojis).

Der Vollständigkeit halber muss ich trotzdem noch einmal zurückkommen zur Schattenseite: Wenig beleuchtet sind in den einschlägigen Texten zur Lebensheischerei die Einsamkeit dieses Menschentyps. Tatsächlich ist diese eine getreue Begleiterin, die einige wenige sogar bewusst suchen und nutzen. Sobald die Vergnügungssuchende auch nur einen Zipfel davon zu greifen bekommt, tut sie alles, um ihn ganz schnell wieder loszuwerden. Es ist eine Art der Energieerzeugung: Durch die Diskrepanz von Einsamkeit und Trubel entsteht jene Spannung, aus der die Lebensheischende Kraft schöpft zur nächsten Runde im fröhlichen Lebenskarussell.

Lebensheischende Menschen - sie existieren in allen möglichen Geschlechtsformen - werden von Leseratten und Olafisierungsgeschädigten (davon später einmal) mitunter diskriminiert. Sie werden als oberflächlich und ein bisschen dumm dargestellt. Das stimmt aber nicht. Richtig hingegen ist, dass die Lebensheischende ungern Rasen mäht oder Rosen schneidet (siehe unten: Der Rasenmähermann). Die Lebensheischende versteht sich als urbaner Typ, der auch in der Kleinstadt und am Badestrand die Welt erkennt. 

26.08.2018
















#1: Der Rasenmähermann

Wenn die Rosen erstmals im Jahr ihre blühende Kraft entfalten, kann man ihn besonders oft am Werke beobachten.Zu Beginn des Sommer wächst das Gras besonders schnell und es gibt Samstage, da sind vier von fünf Rasenmähermänner mit Garantie auf der Wiese. Es brummt aus allen Gärten. Im Hochsommer legt sich der Rasenmähersturm, aber bis in den Herbst hinein vergeht kein Tag, an dem in der Eigenheimsiedlung nicht irgendwo ein Elektro- oder Benzinmotor Gras zerschneidet und Insekten zerteilt. Der Mäher schiebt sein Gerät im fortgeschrittenen Jahr mit einer gewissen Routine, weil er die ersten Übungsläufe doch schon hinter sich hat.

Es gibt zwei Methoden, die fast 100 Prozent aller Rasenmähermännerfälle abdecken. Die erste, genannt die Streifenmethode, bewegt ihn in geraden Linien auf und ab. Streifenförmig verändert sich die Farbe des Rasens, wobei der helle gemähte Anteil im Vergleich zum vom Schatten der Halme leicht verdunkelten Grünanteil wächst.

Die zweite Methode, genannt die Spiralenmethode, wirkt verspielt, weil sie sich von außen nach innen in immer kleineren Kreisen einem Mittelpunkt zubewegt, der vom Rasenmähermann auch als Höhepunkt empfunden wird. Streifenmethodiker lehnen diese Vorgehensweise heftig ab, weil ihr auf den ersten Blick die Ordentlichkeit fehlt. Auch wenn die entstehende Spirale gleich einem Schneckenhaus eine Systematik aufweist, bleiben an den Ecken Grashalme stehen, die der Maschinentreiber dann noch einmal extra wegmähen muss. Dabei ist er gezwungen, von seiner Methode abzuweichen, weil sich die kleinen Ecken nicht im Kreis niedermähen lassen.

Der Rasenmäher ist gut zu hören, aber nicht so gut zu sehen. Nicht dass er scheu wäre, aber oft sind die Rasen, die er pflegt, hinter hohen Büschen verborgen. Dennoch ist er einfach zu finden, weil das dröhnende Geräusch insbesondere der Benzingeräte ganze Straßenzüge weit zu hören ist.

Manche Geräte sind elektrisch und damit etwas leiser. Der Sound der Benziner, und das ist unter Rasenmähermännern anerkannt, ist besser und riecht nach was. Einige Geräte haben einen Extra-Antrieb. Solche Maschinen deuten darauf hin, dass der Garten Steigungen hat oder der Rasenmähermann schon etwas betagter ist. Die Geräte sind oft rot, manchmal grün.

Ob Benzin- oder Elektrotyp, Streifen- oder Spiraltyp: Der Rasentraktor wird von allen verehrt. Hier ist der Mäher nicht mehr Diener der Grashalme, sondern König. Auf seinem Quad sitzt er wie auf einem Thron. Das lohnt sich allerdings nur bei großen Gärten, weil der Traktor einiges kostet.

Verpönt sind zumindest unter Traditionalisten Rasenmäher-Roboter. Das sind kleine Scheiben, die sich nahezu geräusch- und geruchlos und ohne Kapitän in scheinbar totaler Systemlosigkeit zickzack durch den Garten bewegen. Wenn ihr Akku leer ist, steuern sie brav die Ladestation an. Ist der Akku voll, machen sie sich wieder auf die Reise. Für Kritiker des Internet-Zeitalters ist der Rasenmäher-Roboter der Inbegriff des Zusammenbruchs aller Kommunikation unter den Menschen. Es gibt aber auch schon viele Anhänger dieser 4.0-Methode, sonst stünden die Geräte ja nicht zum Verkauf.

Der Rasenmähermann tritt vereinzelt auch in weiblicher Form auf. Er ist gesellig und trägt gerne ein kariertes Hemd mit kurzen Ärmeln. Wenn Sie ihn von der Straße aus über den Gartenzaun beobachten, kann Ihnen das Glück widerfahren, dass er die Maschine abstellt und zu Ihnen kommt, um ein Schwätzchen zu halten.

Wenn es heißt ist wie im Sommer 2018, ist der Rasenmähermann traurig. Der Rasen verdorrt. Es gibt nichts mehr zu mähen. 

17.08.2018