Website des Journalisten Johannes M. Fischer
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Gedanken zur Zukunft des Journalismus

Beweisbare Fakten und geprüfte Aussagen sind das Grundgerüst des guten Journalismus. Die pure Nachricht ist oft  Ausgangspunkt großer Geschichten. Sie bringt die Welt auf Trab. Wenn die Massenproduktion von Nachrichten aber zum Selbstzweck wird, verdorrt die journalistische Einbildungskraft.

Es ist nicht ungefährlich, im Zusammenhang mit Journalismus den Begriff "Fantasie" zu benutzen, weil in der Sprache "Fantasie" auch Einbildung bedeutet im Sinne von "etwas, was nicht real ist". Das ist hier freilich nicht gemeint. Gemeint ist die Einbildungskraft des Menschen, sein Vorstellungsvermögen, welches hilft, Dinge jenseits der Oberfläche und hinter einer scheinbaren oder suggerierten Realität zu erkennen.  

 

Lumpenlese & Kunst im Werden

Lumpenlese. Das sind Notizen über Typen und Verhaltensmuster, die normalerweise verdammt sind, unsichtbar zu bleiben - Beobachtungen, die durch die Maschen des Bedeutsamen schlüpfen. Eine Lese von Lumpen, die in der Welt der Mikrofone und Scheinwerfer unbeobachtet bleiben. 

Die Kunst im Werden wendet sich ab von der klassischen Ergebnisberichterstattung, die dem Journalismus in Deutschland nach wie vor eigen ist. Hier steht der Prozess im Vordergrund: Wie ensteht so ein Kunstwerk eigentlich? Was fühlt der Künstler dabei? 

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Östlich von Helmstedt

Geschichten aus dem Osten. Auch wenn Ostdeutschland und seine östlichen Nachbarländer gerne in einer riesigen Klischeewolke versinken - das Ende des Ossis, wie er 2012 in einem Artikel der Zeit proklamiert wurde, ist ebensowenig gekommen wie Fukuyamas Ende der Geschichte. Geschichte endet nicht, solange Menschen daran schreiben. Auch nicht die des Ostens.

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Das Seelenprojekt

In diesem spannenden Langzeitprojekt machen es sich die Autoren zur Aufgabe, die Geistes- und Seelenverfassung der Mittelschicht zu vermessen. Im Mittelpunkt stehen Porträts von Menschen und Städten. Experimenteller Vorläufer des Projekts in die Serie "C'est la vie", in der die Soziologieprofessorin Barbara Thériault auf ihren Spaziergängen durch Thüringer Städte verblüffende Perspektiven auf das städtische Leben 

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Der weiße Stein

Fortsetzungsromane gehörten einst zum feste Inventar einer Regionalzeitung. Die Zeiten haben sich aber geändert. Lesegeschichten im weitesten Sinne, also auch Reportagen und Feuilletons, fielen mehr und mehr dem Faktenwahn der Neunzigerjahre zum Opfer. Inzwischen ist der Bedarf an Erzählungen wieder zurückgekommen. Der weiße Stein erschien im März 2018 in der Thüringer Allgemeinen. Er dient der Unterhaltung des Lesepublikums, bildet aber auf literarische Art und Weise auch ein Stück soziale und historische Realität ab.

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Die Kunst hinter dem weißen Stein. Ein Besuch im Atelier von Mitsch.






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