Website des Journalisten Johannes M. Fischer
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Chefredakteur der Thüringer Allgemeinen.



Redaktion/Recherche

Oculas touch im Test bei Facebook, Innovation Hub in Berlin 2016. Die Verwirrung über virtuelle Welten entsteht immer dann, wenn die Sorge wächst, Opfer totaler Manipulationen zu werden. Einst waren es Bücher, dann das Fernsehen, zuletzt Computerspiele, die Warnungen dieser Art auslösten. Letztlich ist es immer eine Frage, wie weit wir bereit sind, uns auf andere Welten einzulassen und wie weit wir uns die Fähigkeiten erhalten, diese andere Welt auch wieder zu verlassen und mit Distanz zu betrachten. Das Interessante beim Zurückkommen in die alte, herkömmliche Welt: Plötzlich erscheint auch diese fremd.




Vorbereitung auf die TV-Sendung "Am Anger", eine Kooperation der Thüringer Allgemeinen mit Salve TV und Thüringen24 (mit Produktionsleiter Stephan Witthoeft). Das regionale Format mit jeweils zwei Gästen setzt auf Vertiefung und setzt sich von der Talkshow-Mode ab, mit hektischen Fragen und rhetorischen Tricks schnelle Effekte zu erzielen. Es geht um Vertiefung. Gäste in 2017 waren unter anderem Thüringens Ministerpräsident Bode Ramelow von den Linken, der Thüringer Oppositionsführer Mike Mohring (CDU), der katholische Bischof Ulrich Neymeyr und der Soziologe Hartmut Rosa.




Auf Identitätssuche. Mit Lokalchef Casjen Carl kurz vor der Podiumsdiskussion "Erfurt, wo willst du hin?" im Mai 2017. Oder anders gefragt: Erfurt, wer bist du und was willst du sein? Die Antworten blieben halbwegs unbefriedigend. Irgendwie, scheint es, will die Stadt alles sein. Alles ist manchmal aber auch nichts. 






Das Jahr 2017 ist das Jahr, in dem ich Moped fahren lernte. War ja langsam mal Zeit. Durch neun Thüringer Städte führte die Schwalbe-Tour der Thüringer Allgemeinen. Thema des Schwalbe-Reporters war immer das jeweils aktuelle Stadtgespräch. Mal ging es um die Gebietsreform, mal ums Ladensterben in der Innenstadt. Der tiefere Sinn der Aktion: Die TA will nah bei ihren Lesern und ihren Nöten sein. Am Ende haben wir die aufgepeppte Schwalbe verlost. 






Politik

Bei seinem Antrittsbesuch in Thüringen kommt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Dezember 2017 im Medienhaus vorbei. Bestimmendes Thema unseres Gesprächs: Das Gefühl der Abgehängtheit. Woher kommt es? Die Thüringer Allgemeine plant zum Thema für das Jahr 2018 ein großes Projekt. Ich verspreche, das Bundespräsidialamt auf dem Laufenden zu halten, wenn erste Ergebnisse vorliegen. (Foto: Sascha Fromm)




Im Bundeskanzleramt 2014. Meine Tochter bat, der Kanzlerin etwas auszurichten. Wenn ich Merkel sehe, solle ich sie doch fragen, warum Deutschland so viele Waffen exportiert. Ja, warum nicht, sagte ich meiner Tochter. Fragen kann man ja mal. Die Antwort war nicht so überraschend. Sinngemäß: Ist alles wichtig, vernünftig und notwendig. (Foto: Bundeskanzleramt)  





 

Alte Zeiten

Morgenbesprechung 2002. Was mir von den Besuchen in Kriegs- und Krisenregionen wie dem Kosovo blieb, ist vor allem eins: Die Wertschätzung für die kleinen Dinge des Lebens. In einem Straßencafé sitzen und einen Cappuccino trinken ohne Angst und Sorge, irgendwo könnte eine Heckenschütze auf dich zielen. Im Vordergrund mein Freund Detlef Müller, mit dem ich die unbequemen, aber erkenntnisreichen Reisen unternahm. (Foto: Detlef Müller)




 

 

Es war nicht das Ende, aber ein angenehmer Abend zum Durchschnaufen, als ich in Berlin den Preis für Zivilcourage entgegen nehmen durfte und dabei die engagierte Iris Berben traf. 2012 war ein ziemlich turbulentes Jahr. Die Redakteure der Lausitzer Rundschau, für die ich damals arbeitete, wurden permanent von Rechtsextremisten bedroht. Ein Ergebnis unserer Veröffentlichungen und der klaren Linie, die wir in dieser Auseinandersetzung hartnäckig beibehielten: Es ging immer um Aufklärung; Einschüchterung war tabu.