Website des Journalisten Johannes M. Fischer
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Literarischer Journalismus

Beweisbare Fakten und geprüfte Aussagen sind das Grundgerüst des guten Journalismus. Literarische Erzählformen wie das Feuilleton, die Reportage oder das Essay gehen darüber hinaus. Sie fangen Teile der sozialen Wirklichkeit ein, die in der reinen Informationsvermittlung verloren gehen. Es zeigt die soziale Wirklichkeit in unterschiedlichen Perspektiven, verschafft Lust am Lesen, regt Gespräche an, setzt das Bewusstsein in Bewegung und fördert Erkenntnisse.   

Dennoch bieten die meisten regionalen und überregionalen Medien Print wie Online nach wie vor überwiegend reine Nachrichten an, von denen wiederum ein großer Teil keine Fakten, sondern lediglich deren Interpretation durch die Meinungsführer wiedergeben. Der eine sagt das, der nächste sagt dieses. Mit diesen im allgemeinen nur auf Wirkung abzielenden Standardfloskeln und mehr oder weniger klickfreudigen Überschriften wird der Rezipient dann alleine gelassen. 

Es gibt aber noch kleine Oasen, in denen andere Erzählformen eine Chance bekommen. Journalismus braucht Substanz, und ob und wie sehr ein Medium Substanz hat, hängt wesentlich von der Größe, dem Aufbau und der Schönheit dieser Oasen ab. Dem Oasenbauer geht es darum, ein Gegengewicht zum Tagesfliegenjournalismus herzustellen. Weil sich literarischer Journalismus ins Gedächtnis einprägt, weil infolgedessen über diese Geschichten gesprochen und manchmal sogar davon geträumt wird. Deswegen dienen Sie der Rezipientenbindung und haben somit auch einen ökonomischen Wert: Der Leser verbindet die Geschichten mit der Marke.   

Diese Website widmet sich dieser Form des Journalismus und öffnet den Blick für Grenzbereiche. Dabei geht es nicht einmal um Neuerfindungen. Vieles war schon einmal da, ist aber in Teilen verschüttet. Beispielhaft sei das Feuilleton der 1920er und 1930er Jahre genannt, wo Journalisten wie Siegfried Kracauer, Kurt Tucholsky, Egon Erwin Kisch und Joseph Roth an der Schnittstelle von Literatur, Reportage, Porträt und Soziologie experimentierten.


Das Seelenprojekt

In diesem spannenden Langzeitprojekt machen es sich die Autoren zur Aufgabe, die gegenwärtige Geistes- und Seelenverfassung breiter Schichten der Bevölkerung zu vermessen. Es gibt eine enge Verbindung zwischen Journalisten, Wissenschaftlern verschiedener Universitäten und den Seelensubjekten, die in den Menschen- und Ortsporträts die Hauptrolle spielen. Im Mittelpunkt stehen dabei Porträts, die die porträtierte Personen in einem bestimmten kulturellen Zusammenhang zeigen, sowie das Feuilleton in der Tradition eines Siegfried Kracauers.


Lumpenlese

Das sind Notizen über Typen und Verhaltensmuster, die normalerweise verdammt sind, unsichtbar zu bleiben. Es ist ein bisschen Resterampe, weil es sich um Beobachtungen handelt, die durch die Maschen des Bedeutsamen schlüpfen. Eine Lese von Lumpen, die in der Welt der Mikrofone und Scheinwerfer unbeobachtet bleiben. 

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Aus der Gläsernen Redaktion

Die wöchentliche Kolumne erschien von 2017 bis 2018 in der Thüringer Allgemeinen und beschreibt die Arbeit in einer Redaktion. Sie blickt hinter die Kulissen, beschreibt den Redaktionsalltag, macht sich Gedanken über Stilformen und diskutiert ethische Fragen. 

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C'est la vie

Die Soziologieprofessorin Barbara Thériault entdeckt in ihrer Serie "C'est la vie" auf ihren Spaziergängen durch Erfurt neue und verblüffende Perspektiven auf das Stadtleben. Mit viel Sinn fürs Detail wirft die Kanadierin einen kühnen Blick auf den Alltag der Erfurter Mittelschichten. Staffel 1 erschien im Sommer/Herbst 2017, Staffel 2 im Sommer 2018. C'est la vie ist ein experimenteller Vorläufer des Seelenprojekts. 

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Der weiße Stein - der Mitmach-Krimi

Fortsetzungsromane gehörten einst zum feste Inventar einer Regionalzeitung. Die Zeiten haben sich aber geändert. Lesegeschichten im weitesten Sinne, also auch Reportagen und Feuilletons, fielen mehr und mehr dem Faktenwahn der Neunzigerjahre zum Opfer. Inzwischen ist der Bedarf an Erzählungen wieder zurückgekommen. Der weiße Stein erschien im März 2018 in der Thüringer Allgemeinen. Er dient der Unterhaltung des Lesepublikums, bildet aber auf literarische Art und Weise auch ein Stück soziale und historische Realiltät ab.

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LESEN - SCHAUEN - HÖREN.

Der weiße Stein. Ein Kurzkrimi aus Thüringen.

Die Schauplätze des Krimis. Eine kleine Stadtführung.







Die Kunst hinter dem weißen Stein. Ein Besuch im Atelier von Mitsch.








Am Anger - Die Talkschow für Thüringen

Religion und Geld. Mit Bodo Ramelow (Linke), Ministerpräsident von Thüringen, und Antje Tillmann, finanzpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Bundestag. 15. März 2017






Wie viel Glaube steckt heute noch in Weihnachten? Zu diesem Thema diskutieren Dr. Ulrich Neymeyer, Bischof von Erfurt, und Ulf Annel, Kabarettist unter anderem in der Arche.







Erklärwochen 

Acht opulente Grafiken erläutern, wie ein Gesetz im Landtag entsteht, was es mit dem Kultmoped Schwalbe auf sich hat, was Luther für Thüringen bedeutet, wie es um das größte Gewerbegebiet Thüringens bestellt ist, wie die Aufklärung der Stasi-Vergangenheit verläuft, was es mit der Thüringer Sehnsucht nach Bratwürsten und Klößen auf sich hat, wie der durchschnnttliche Erfurter gestrickt ist und wie ein Medienhaus funktioniert. Dazu gibt es auf kleine Filme.  Link

 

Alles über Thüringer Klöße.




 



Alles über die Stadt Erfurt und den typischen Erfurter. 







Alles zum Kultumoped der Thüringer, die Schwalbe.